Über das Geliebt werden

Ohne Nacktheit kann es keine Liebe geben.

Du kannst das was du für die sozial verträgliche Variante deiner Selbst hältst, dein gesellschaftliches Kostüm, inklusive der gesellschaftlich akzeptablen Darstellung, mit größter Sorgfalt pflegen.

Es mag ein fabelhaftes Kostüm sein, sowie die Darstellung.

"Wenn die Darstellung oder die Performance erfolgreich ist und tatsächlich anzieht, muss man darauffolgend die Rolle weiterhin spielen. Eine kleine, scheinbar harmlose Lüge ruft eine zusätzliche kleine Lüge hervor, nur um die erste abzudecken, und so weiter und so fort. Der Schneeballeffekt, und alles in der weiteren Folge zugunsten eines erfolgreichen Trugbildes, um ja nicht entdeckt und entlarvt zu werden. Bald wächst das Ganze überproportional."

Du denkst vielleicht, dass du dafür geliebt wirst, aber wenn das, was du zeigst, nicht alles ist, was du bist, dann ist jegliche Liebe, die du spürst, absolut nichts wert, denn es ist bloß Wertschätzung des Kostüms, das du trägst, oder die Verehrung deiner erbrachten Darstellung und nicht deiner Selbst.

"Wenn diese Performance in der Jugend oder in einem jungen Alter beginnt, wie es oft der Fall ist, verwandelt sie das gesamte Leben, das darauf aufgebaut ist, in eine endlose Folge von Lügen."

Ohne mentale, emotionale und spirituelle Nacktheit ist es unmöglich, wahre Liebe zu erfahren.
Ohne in der Liebe ganz ehrlich zu sein, ist das beste Szenario, auf das man hoffen kann, lediglich eine Angenehmheit, ein Trost. Wenn es um Liebe geht, müssen wir alles riskieren, sonst können wir nichts gewinnen.


(Ich muss das abschließen, sonst qualifiziert es nicht mehr als Häppchen. )
Die beiden obigen Zitate stammen aus dem ersten Kapitel meines Buches „22 Trigger“.

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